Israel

Israel - Ökologische Drehscheibe für den Vogelzug


Das HULA-TAL liegt an einer der wichtigsten Vogelrouten der Welt. Mehr als 500 Millionen Vögel überqueren jedes Frühjahr Israel und die anderen Länder des Nahen Ostens auf dem Weg in die Brutgebiete in Europa und im westlichen Asien. Israel liegt am Schnittpunkt dreier Kontinente und ist daher eine ökologische Brücke für die Vogelwanderung, wie sie wohl an keinem anderen Ort der Erde existiert.

Geschichte eines internationalen bedeutsamen Feuchtgebietes

Das Hula-Tal liegt zwischen dem obergaliläischen  Bergland Israel und den Golan-Höhen.  Bis in die 50er Jahren war das Hula-Tal noch von einem 50 Quadratkilometer großen See- und Sumpfgebiet bedeckt. Wie viele vergleichbare Gebiete in Europa und in anderen Regionen der Erde fiel dieses Naturparadies der Trockenlegung im Zuge der Intensivierung der Landwirtschaft zum Opfer. In letzter Sekunde erkannte man, dass damit auch eine einzigartigen Naturlandschaft mit einer unersetzlichen Tier- und Pflanzenwelt der Zerstörung preisgegeben war.
Israel machte das Restgebiet von rund 5 Quadratkilometern unberührten Sumpflandes 1964 zum ersten Naturschutzgebiet des noch jungen Staates. Was für Störche, Kraniche und Rosapelikane die Erhaltung eines wichtigen ökologischen Trittsteines bedeutete, kam jedoch für den einst hier einheimischen Schwarzbauchfrosch  und das Sultanshuhn  zu spät  -  beide sind ausgestorben.
Inzwischen wurde ein weiteres Teil des Tales unter Wasser gesetzt. Das neuangelegte Feuchtgebiet im Hula-Tal hat sich sehr schnell zu einem international bedeutsamen Vogelparadies entwickelt.

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