Spanien


Nachstehend werden die Trittsteinbiotope bzw. die Winterrastplätze in Spanien vorgestellt. Der volle Wortlaut kann unter Euronatur nachgelesen werden 

  La Gallaconta - Rastplatz von herausragender Bedeutung

Südlich der Pyrenäen, ganz in der Nähe der Stadt Zagoza, liegt die Lagune La Gallaconta - ein flacher und salzhaltiger See mit einer Ausdehnung von rund 1.500 Hektar. La Gallaconta ist attraktiver Anziehungspunkt für die Kraniche, die den anstrengenden Flug über die Pyrenäen erfolgreich gemeistert haben. Der Flachwassersee eignet sich sehr gut als Ruheplatz, denn das seichte Wasser schützt die Vögel vor Feinden. Außerdem liegt La Gallaconta in einem Becken, das intensiv landwirtschaftlich genutzt wird. Vor allem seit dort die Frühaussaat  des Getreides praktiziert wird, sammeln sich dort immer mehr Kraniche. Treffen von über 50.000 Großvögeln sind nun keine Seltenheit mehr.

Laguna La Nava

Es ist noch gar nicht lange her, dass mehrere tausend Kraniche an der Laguna La Nava in der Provinz Palencia einen Zwischenstop auf ihrem Zug in die Extremadura einlegten. Doch in den 40er und 50er Jahren fiel das ehemals bis zu 5.000 Hektar große Flachsee der Intensivierung der Landwirtschaft zum Opfer. Seit Anfang der 90er Jahre unterstützt Euronatur Naturschützer, die hier Meter für Meter Natur zurückerobern.

Extremadura - Naturreichtum durch Tradition

Was in Mitteleuropa die Streuobstwiesen, mit den hochstämmigen Apfel-, Birn-, Zwetschgen- und Kirschbäumen sind, hat seine landschaftliche Entsprechung im Südwesten Spaniens in den knorrigen Stein- und Korkeichen der weitläufigen Dehesas. Eine regionale, urig aussehende Schweinerasse, der Cerdo iberico, wird in den Eichenhainen gehalten und mit Eicheln gemästet. Das Ergebnis ist der exzellente Extremadura - Schinken, der sehr begehrt ist und hohe Preise erzielt. Zum Glück für rund  60.000 Kraniche die Jahr für Jahr in der Extremadura überwintern und sich ebenfalls von den Eicheln der alten knorrigen Bäume ernähren.