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Laut TKG wird Baumwolle bezeichnet als „Fasern aus dem Samen der Baumwollpflanze" (Gossypium). Sie ist ein meist strauchartiges Malvengewächs, das je nach Klima eine Höhe zu 2,50 Meter erreicht, in den Tropen und Suptropen baumförmig bis zu einer Höhe von 6 Meter. Zum Gedeihen benötigt sie viel Wärme und Feuchtigkeit, ihr Wachstum beträgt ca. 5 Monate. Die Blüte ist weiß, gelblich bis rosa. Aus dem im Blütenkelch sitzenden Fruchtkonten bilden sich die eiförmigen Samenkapsel von der Größe einer Walnuss, vereinzelt auch größer. Bei der Reife springt die Kapsel auf und die Samenhaare, die an ca. 30 Samenkörnern hängen, quellen als Bündel heraus. An einem Samenkorn sitzen bis zu 7.000 Samenhaare von 10-55 mm. Die Baumwolle wird von Hand oder maschinell gepflückt und zum Nachreifen gelagert. Die Entkörnung erfolgt maschinell. Unverspinnbare Kurzfasern, sogenannte Linters, die aus fast reiner Zellulose (98,5 bis 99 %) bestehen, sind u.a. ein wertvoller, leicht aufzuschließender Rohstoff zur Herstellung von zellulosichen Chemiefasern.
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