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Heidelbeeren
Auch Blaubeeren, Bickbeeren, Schwarzbeeren, Wählen oder Besinge genannt , sind die Früchte eines Heidekrautgewächses. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet reicht von Nordasen bis Nordamerika.
Kartoffel
Auch Erdapfel, Pflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse mit essbarer, stärkereicher Knolle. Die Kartoffel wird in den meisten Ländern der gemäßigten Klimazonen angebaut und ist dort eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel. Die Pflanze wächst eigentlich mehrjährig, wird im Anbau aber einjährig gezogen. Sie entwickelt sich aus der unterirdischen Sprossknolle, die mehrere sogenannte schlafende Augen besitzt. Aus diesen treiben die bis zu einem Meter langen reich beblätterten Triebe, die dem Boden aufliegen oder aufrecht wachsen. Die Blätter sind gefiedert, die sternförmigen Blüten weiß oder violett gefärbt. Als Frucht bilden die Pflanzen eine vielsamige, etwas kirschgroße Beere. Die Pflanze stammt ursprünglich aus den peruanischen Anden, wo sie von den Indianern als Hauptnahrungsmittel angebaut wurde. Zu beginn des 16. Jahrhunderts wurde die Kartoffel von spanischen Entdeckern nach Europa gebracht. Nachdem man sie zunächst als Zierpflanze hielt, verwendete man sie ab dem 17. Jahrhundert als Nahrungsmittel, zunächst jedoch nur für die adeligen Schichten . Insbesondere während und nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde sie zum Grundnahrungsmittel für die breite Bevölkerung. Im frühen 18. Jahrhundert wurde die Kartoffel schließlich auch nach Nordamerika eingeführt.
Mais
Nach der Entwicklung vom Jäger und Sammler zum Bauern selektionierte der Mensch bis heute, das verwendete Saatgut immer bewusster und gezielter. Mehr als 20.000 Einzelfunde von prähistorischem Mais in Sedimentschichten de Fledermausgrotten in Nord- und Südamerika erlauben es, die Maisentwicklung für die Zeit in welcher die Grotten von Menschen bewohnt wurden zu rekonstruieren. Über die Hälfte der Funde sind Kolbenschäfte, aber auch Körner, Spathen und Quasten (männliche Blütenstände) wurden entdeckt. Je älter die untersuchte Schicht, desto kleiner waren die gefundenen Kolbenschäfte. Die ältesten Kölbchen sind 7.000 Jahre alt, zwischen 19 und 25 mm lang und besitzen meistens 8 Körnerreihen. Vor 5.000 Jahren waren die Kölbchen 7 cm lang; vor 2.000 gab es schon 10 cm lange Kolben, dabei entwickelte sich die Größe der Körner entsprechend. Die fossilen Pflanzen gleichen meist den heutigen und besitzen einen Stängel, teilweise aber auch Seitentriebe wie die wilden Gräser oder die Teosinte. Das Wurzelsystem gleicht sehr dem des heutigen Mais. Überreste von Kulturgütern wie Keramiken, Statuetten, Schmuckstücke und Fresken zeigen historische Abbildungen von Maispflanzen und Kolben, welche die Entwicklung der Maispflanze zusätzlich dokumentieren.
Das Vorkommen von heutigen (indigenen) Varietäten, welche den prähistorisch in erstaunlichem Masse gleichen (z.B. „Nal Tel", ein zapotekischer Maistyp aus Mexiko) deutet darauf hin, dass der Mais aus Peru stammt und anschließend nach Mexiko ausbreitete und nicht umgekehrt. Um 500 v. Chr. existierten die sieben primitiven Maistypen bereits.
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