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Die amerikanischen, vorkolumbianischen Kulturen existierten bis zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Jahrhundertelang wurde Mais traditionell kultiviert und verehrt. Die schönsten Kolben wurden den Göttern geweiht und dienten anschließend als Saatgut. Diese Art der Auslese bewirkte eine große Vielfalt von Varietäten (mindestens 200 schon zur Zeit der Conquista). In Mittel- und Südamerika durchmischten sich Indianer und Iberer. In der Folge wurde die Maiskultur auch in Europa bekannt. In Nordamerika versuchten die Eroberer die einheimische, von der Maisernte abhängige Bevölkerung zu vertreiben. Verzweifelte griffen die Weißen an, die Flüchtigen hungerten den Winter über in den Bergen. (Anfang 19. Jahrhundert).
Der nach Europa ausgeführte Mais passt sich schnell an die veränderten Bedingungen an. Selektion und durch Reisende neu eingeführtes Saatgut beeinflussten seine Entwicklung. So entstanden mit der Zeit die Europäischen Landsorten, an deren klingenden Namen sich ältere Landwirte noch heute erinnern.
Die von den Landwirten bis Mitte des letzten Jahrhunderts praktizierte Selektion war die gleiche, wie sie die Indianer schon seit tausenden von Jahren unterhielten: Die schönsten Kolben wurden sorgfältig getrocknet, aufbewahrt und als Saatgut verwendet. Nach 6.500 Jahren, zur Zeit der spanischen Eroberer waren die größten Entwicklungsschritte beim Mais vollzogen. Was danach, bis zur Entdeckung der Hybriden geschah, erscheint unwichtig. Die heute bekannten Maistypen wurden schon von den Indianern vor der Conquista kultiviert. Alle können sich untereinander kreuzen.
Möhren
Mohrrüben, Karotten, Gelbe Rübe, Wurzeln oder Rübli
Schon die alten Römer wussten, die Möhren zu schätzen. Das beweist die Bezeichnung Karotte, die lateinischen und griechischen Ursprungs (karoton) ist. Man kann die Kultur der Gartenmöhre aus der Familie der Doldenblütler bis 2.000 v. Chr. zurückverfolgen. Entstanden ist sie durch Kreuzung der Wilden Möhre mit einer anderen Wildform, vermutlich der Riesenmöhre.
Olive
Es währe schwer, eine Pflanze von größerer kulturhistorischer Bedeutung für den Mittelmeerraum als die Olive zu nennen: Ägypter, Phönizier, Griechen und Römer kannten und schätzten ihr Öl. Der Ölbaum tritt in den Homerischen Epen auf und wurde in ältester Zeit zur Bekränzung der Sieger von Olympia verwendet; später trat der Lorbeer an seine Stelle. In der klassischen Zeit wurde die Olive vor allem mit der Göttin Pallas Athene, einer Tochter des Zeus, assoziiert. Zahllos sind die Nennungen des Ölbaumes und des Olivenöls in der Bibel, und zwar sowohl im Alten als auch im Neuen Testament. Auch bei den alten Römern stand die Olive im hohen Ansehen.
Oliven werden heute im ganzen Mittelmeerraum angebaut und stellen in allen Mittelmeerländern einen wesentlichen Bestandteil der Ernährung dar; und zwar wird einerseits das Olivenöl als universelles Bratmedium gebraucht, anderseits werden in Salzlake konservierte Oliven gerne gegessen oder zum Würzen verwendet.
Eingelegte Oliven sind entweder schwarz oder grün, je nach Reifezustand bei der Ernte. Grüne Oliven werden unreif gepflückt und vor dem Einlegen in Salzlake mit Lauge behandelt; durch dieses Verfahren, das bereits den alten Römern bekannt war, wird einerseits der Bitterstoffgehalt reduziert und anderseits die Konsistenz des Fruchtfleisches verbessert. Schwarze Oliven sind reif geerntet.
Preiselbeeren
Auch Kronsbeeren genannt, sind die Früchte eines immergrünen, wild wachsenden Heidekrautgewächses. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet reicht von Nordasien bis Nordamerika
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