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Kranichzug und Rast in Nordost Ungarn
Die nachfolgende Informationen habe ich dem Naturkundlichen Reiseführer „Nordostungarn" entnommen!!
In zahlreichen Berichten und Reportagen wird der herbstliche Kranichzug von Schweden über Deutschland und Frankreich bis in die spanische Extremadura beschrieben. Vergleichsweise unbekannt ist dagegen, daß eine ebenso wichtige Zugstraße von Nordosteuropa durch Ungarn in den östlichen Mittelmeerraum verläuft. Auf ungarischem Gebiet ziehen die Vögel in einem etwa 50-70 km breiten Korridor, der zwischen der Theiß im Westen und der rumänischen Grenze im Osten liegt. Der mit Abstand wichtigste Rastplatz für die Kraniche ist die Hortobágy-Pußta. Die größte Konzentrationen werden auf dem Herbstzug im Oktober und November erreicht. Die Zahl der auf dem Frühjahreszug (vor allem im März) rastenden Tiere ist vergleichsweise gering. Die Vögel übernachten im flachen Wasser von Fischteichen, wo sie sicher vor Bodenfeinden sind. Tagsüber verteilen sie sich auf den umliegenden Äckern zur Nahrungssuche. Das abendliche Einfallen der Kraniche an ihren Schlafplätzen in Schwärmen von Tausenden von Exemplaren zählt ohne Frage zu den beieindruckendsten Naturschauspielen des Landes. Die Kraniche verweilen in der Pußta, bis der erste Frost den Boden hart und ungeeignet für die Nahrungsaufnahme macht.
Die Zahl der Kraniche hat seit 1980 beständig zugenommen und sich mittlerweile auf ein Niveau von über 50.000 Herbstgästen eingespielt. Im Oktober 1992 wurden in Ostungarn insgesamt sogar 75.000 Vögel gezählt. Diese Werte werden selbst von den bekannten Zugstationen der „Westroute" wie Rügen/Vorpommersche Boddenlandschaft und Laguna de Gallocangte in Nordspanien kaum erreicht. Hortobágy zählt somit zu den bedeutendsten Kranichrastplätze in Europa.
Soweit der Reiseführer. Hier noch ein paar Anmerkungen von mir:
Der Autor des oben abgetippten Berichtes spricht hier von Nordosteuropa Zugstraße. Dies ist bedingt Richtig unter Kranichzug habe ich ja die einzelnen Routen näher beschrieben. Da ja in Europa in den einzelnen Brutgebieten und auch in den Überwinterungsgebieten immer wieder Kraniche mit Farbringen versehen werden, kann man natürlich in den Rastgebieten die Herkunft der Kraniche genau feststellen. Nach mir vorliegenden Unterlagen (Tagungsband der 3. Europäischen Kranichtagung in Deutschland) wurden sehr viele Kraniche aus Finnland und auch aus Schweden in Ungarn gesichtet. Diese wurden in Spanien und auch in Frankreich in den Winterrastgebieten wieder gefunden.
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